18. Jh.

| Goya, F. d | Friedrich, C. D. |



Goya y Lucientes, Francisco José de
(1746 - 1828)

!!!!! grausige Wahnbilder vom Krieg, düstere Darstellung von sozialen Missständen
Auch in Goyas Familie war das Künstlertum ein weitergegebener Beruf. Sein Vater vergoldete und zeichnete Altarbilder, gut situiert waren die Familie auch durch den Stand der Mutter. Er lernt ungefähr mit 18 Jahren Francisco Bayeu kennen, welcher ihm zu einigen Aufträgen verhilft. In seiner Anfangszeit arbeitet Goya besonders an religiösen Fresken. Ab 1777 arbeitete er als ständiger Mitarbeiter in der königlichen Teppichmanufaktur. Auch hier darf man seinen Einfluss nicht vergessen: In seinen Tapisserie-Entwürfen konzentrierte er sich auf das spanische Alltagsleben und bezog auch recht freizügige Abbildungen ein.
1786 wurde er von Karl III zum Maler des Königs erhoben, 1789 zum Hofmaler, 1799 zum Ersten Hofmaler. Seine Bilder waren von aristokratischer Eleganz geprägt.
1792 erkrankt Goya schwer und verliert am Ende dieser Krankheit das Gehör. Hier tritt ein entscheidender Wendepunkt in seiner Kunst ein. Nun folgten die ersten großen Radierungssammlungen, die mitunter sogar politische Themen aufgriffen. So selbstverständlich war das nicht für einen Hofmaler. Seine Kritik wird besonders in Desastres de la Guerra (1810) und dann Disparates (Torheiten, 1820-23) deutlich. Er verwendet eine sehr ausdrucksstarke Bildsprache und kritisiert schärfst die Umgehensweisen der Spanier und der Franzosen im Napoleonischen Krieg. In der Malerei kennt man "Die Erschießung der Aufständischen vom dritten Mai 1808". Die explosive, eindringliche Stimmung entsteht unter anderem durch ein dickes Auftragen dunkler Farben und dem Anordnen von einzelnen Lichtquellen, die mitunter absolute Schatten werfen und den Situationen noch mehr Dramatik verleihen.
Seine späteren Zyklen driften immer mehr ins Düstere: Die Schwarzen Malereien (1820), umfassen hauptsächlich düstere und phantastische Szenen. Eigentlich gestalteten sie sein Sommerhaus und gelangten erst jetzt auf die Leinwand. Die politische Situation lässt ihn ins Exil nach Frankreich gehen, wo er sich eine neue Technik der Lithographie aneignet.
Goyas Lithographien befreiten sich von der Abhängigkeit durch den Adel. Selbst in Auftragsmalereien des Königs stellt Goya später die Realität so da, wie sie empfindet und nicht, wie man sie ihm bezahlt. Er spiegelte seinen Zeitgeist wieder und kaum ein zeitgleicher Künstler vermochte dem Krieg eine Düsterkeit zu vergeben, wie er.
Picasso, Kubin und Klinger, sowie fast der gesamte Druckbereich sind nur wenige Beispiele für den großen Einfluss, den Goyas Lithographien und Gemälde auf andere Maler oder das Handwerk an sich ausübten.

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Friedrich, Casper David (1774 - 1840)

!!! Weite, stille Naturlandschaften von Melancholie und Einsamkeit
Der Geburtsort von Casper David Friedrich liegt kaum eine Stunde von Clessidras Hauptort Rostock entfernt: Greifswald. Er zählt zu den Hauptmeistern der deutschen Romantik und wurde in Kopenhagen ausgebildet, zieht dann bis zu seinem Tod 1840 nach Dresden
Als kleiner Junge soll er seinem Bruder beim Ertrinken zusehen haben müssen, als er im Eis einbrach. Vielleicht rührt daher die schwermütige Empfindsamkeit seiner fast streng symmetrisch komponierten Landschaftsmalerei. Charakteristisch für Friedrich sind auch die Rückenfiguren, welche unvermittelt die Aufgabe an den Betrachter stellen, sich selbst in die Szene zu fügen. Seine Themen sind oft sinnbildlich und tiefgründig weit. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kam C. D. Friedrich aus der Mode, gelangt aber 1900 zurück in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. (Hauptquelle: Bertelsmann Lexikodisc 3.2, 1997)

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