| Bosch, Hieronymus | Goya, F. d | Doré, G. |
| Friedrich, C. D. | Rodin, A. | Kubin, A. | Munch, E. | Dalí | Kollwitz, K. |
| Bartsch, H. | Royo, L | Marsden, Simon( i.A. ) | Giger, H. | Bolton, J. |





Bosch, Hieronymus (Hieronymus van Aeken) ca. 1450 bis 1516.

!!!!!! Phantastisch, düstere, symbol/metaphernträchtige Höllen- und Paradiesdarstellungen
Boschs Tafelbilder stellen Kunsthistoriker noch heute vor ein Rätsel. Manche behaupten, er sei der einige hundert Jahre verfrühte, erste Surrealist gewesen. Anders als die meisten der menschlichen Welt nachempfundenen Darstellungen von Paradies und Hölle skizziert er eine bizarre Symbolwelt, deren Metaphern teilweise keine Übersetzung mehr finden.

Leben: Bosch wurde in 's-Hertogenbosch (heute Niederlande) geboren und wuchs in einer strengen Glaubensgemeinschaft (Laienbruderschaft Unserer Lieben Frauen) auf. Malerei war der Familienberuf. Aus verschiedenen Quellen erfährt man, dass Boschs Werke großen Anklang bei Philipp dem Schönen fand (1504 ein bestelltes Altarbild, später "Evakuierung" einiger seiner Werke, ohne welche viele Bilder sicherlich in Geschichtserosion untergegangen wären).
Werkinhalt: Man spricht von Bosch manchmal als einen der letzten Maler des Mittelalters, als einen Künstler, der alle Ängste und Flüche des dunklen Zeitalters zusammenfaste. Seine Werke sind Labyrinthe von surrealistischer Schönheit und Grauenhaftigkeit. Aufgrund der übermäßigen Darstellung der Hölle und der dargestellten (vermutet von Anfang an) Verdammnis der Menschheit deuten einige Kunsthistoriker Bosch Verbindungen zu den Katarern an. Erwiesen ist das jedoch nicht. Boschs Parabeln zeigen aber auch, dass die übermäßig dargestellte Höllenqual nur eine Folge sündhaften Verhaltens ist.
Zentral bleiben bei Bosch einige wiederkehrende Motive. Um nur ein Beispiel zu nennen: In jedem erhaltenen Bild taucht die Eule auf. Sie ist selbst im Zentrum des Paradieses präsent. Man interpretiert sie als das Böse oder die böse Versuchung.
Bosch verwendet nicht nur religiöse Allegorien, er stellt auch Volksweisheiten und Sprichwörter bildlich da, die heute aber zu größten Teilen verloren sind. Es ist und bleibt schwierig, Bosch außerhalb seines geschichtlichen Kontextes zu interpretieren.
Bosch Stil war so einmalig, dass er nach seinem Tod viele Imitatoren fand, weswegen es auch schwierig gewordne ist 'Originale' von Bosch zu datieren. Ein weiterer Interessanter Künstler, der sich auch sehr intensiv mit Bosch befasste, ist Breughel (Pieter, der Ältere). Einige Anlehnungen findet man sogar bei MTV-Clips, die der Entertainer und Comiczeichner Voltaire ("O my goth") für den Sender entwarf. (Einen kann man kostenlos von Voltaires Seite herunterladen).


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Außen-
tafeln des Gartens der Lüste "Creation"
Ausschnitt Hölle Ausschnitt Hölle Ausschnitt Hölle




Goya y Lucientes, Francisco José de
(1746 - 1828)

!!!!! grausige Wahnbilder vom Krieg, düstere Darstellung von sozialen Missständen
Auch in Goyas Familie war das Künstlertum ein weitergegebener Beruf. Sein Vater vergoldete und zeichnete Altarbilder, gut situiert waren die Familie auch durch den Stand der Mutter. Er lernt ungefähr mit 18 Jahren Francisco Bayeu kennen, welcher ihm zu einigen Aufträgen verhilft. In seiner Anfangszeit arbeitet Goya besonders an religiösen Fresken. Ab 1777 arbeitete er als ständiger Mitarbeiter in der königlichen Teppichmanufaktur. Auch hier darf man seinen Einfluss nicht vergessen: In seinen Tapisserie-Entwürfen konzentrierte er sich auf das spanische Alltagsleben und bezog auch recht freizügige Abbildungen ein.
1786 wurde er von Karl III zum Maler des Königs erhoben, 1789 zum Hofmaler, 1799 zum Ersten Hofmaler. Seine Bilder waren von aristokratischer Eleganz geprägt.
1792 erkrankt Goya schwer und verliert am Ende dieser Krankheit das Gehör. Hier tritt ein entscheidender Wendepunkt in seiner Kunst ein. Nun folgten die ersten großen Radierungssammlungen, die mitunter sogar politische Themen aufgriffen. So selbstverständlich war das nicht für einen Hofmaler. Seine Kritik wird besonders in Desastres de la Guerra (1810) und dann Disparates (Torheiten, 1820-23) deutlich. Er verwendet eine sehr ausdrucksstarke Bildsprache und kritisiert schärfst die Umgehensweisen der Spanier und der Franzosen im Napoleonischen Krieg. In der Malerei kennt man "Die Erschießung der Aufständischen vom dritten Mai 1808". Die explosive, eindringliche Stimmung entsteht unter anderem durch ein dickes Auftragen dunkler Farben und dem Anordnen von einzelnen Lichtquellen, die mitunter absolute Schatten werfen und den Situationen noch mehr Dramatik verleihen.
Seine späteren Zyklen driften immer mehr ins Düstere: Die Schwarzen Malereien (1820), umfassen hauptsächlich düstere und phantastische Szenen. Eigentlich gestalteten sie sein Sommerhaus und gelangten erst jetzt auf die Leinwand. Die politische Situation lässt ihn ins Exil nach Frankreich gehen, wo er sich eine neue Technik der Lithographie aneignet.
Goyas Lithographien befreiten sich von der Abhängigkeit durch den Adel. Selbst in Auftragsmalereien des Königs stellt Goya später die Realität so da, wie sie empfindet und nicht, wie man sie ihm bezahlt. Er spiegelte seinen Zeitgeist wieder und kaum ein zeitgleicher Künstler vermochte dem Krieg eine Düsterkeit zu vergeben, wie er.
Picasso, Kubin und Klinger, sowie fast der gesamte Druckbereich sind nur wenige Beispiele für den großen Einfluss, den Goyas Lithographien und Gemälde auf andere Maler oder das Handwerk an sich ausübten.

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Friedrich, Casper David (1774 - 1840)

!!! Weite, stille Naturlandschaften von Melancholie und Einsamkeit
Der Geburtsort von Casper David Friedrich liegt kaum eine Stunde von Clessidras Hauptort Rostock entfernt: Greifswald. Er zählt zu den Hauptmeistern der deutschen Romantik und wurde in Kopenhagen ausgebildet, zieht dann bis zu seinem Tod 1840 nach Dresden
Als kleiner Junge soll er seinem Bruder beim Ertrinken zusehen haben müssen, als er im Eis einbrach. Vielleicht rührt daher die schwermütige Empfindsamkeit seiner fast streng symmetrisch komponierten Landschaftsmalerei. Charakteristisch für Friedrich sind auch die Rückenfiguren, welche unvermittelt die Aufgabe an den Betrachter stellen, sich selbst in die Szene zu fügen. Seine Themen sind oft sinnbildlich und tiefgründig weit. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kam C. D. Friedrich aus der Mode, gelangt aber 1900 zurück in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. (Hauptquelle: Bertelsmann Lexikodisc 3.2, 1997)

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Doré, Gustave (1833-1883)

!!!!!!! Unglaublich phantasievolle, düstere Stiche, die den Künstler in den Wahn trieben
Man entdeckte den kleinen Gustave, als er Karikaturen von Verwandten und Lehrern im Alter von 5 Jahren verfasste und bereits mit 15 Jahren erhielt er zahlreiche Aufträge von verschiedensten Zeitschriften in Frankreich und England. In das Bewusstsein der Öffentlichkeit drang er schließlich mit Holzstichen zu Rabalais' Gargantua und Pantagruel und sollte von da an zu einem der verbreitetsten und produktivsten Illustratoren seiner Zeit werden. Besonders beliebt sind auch noch heute die Illustrationen zu Balzacs Tolldreisten Geschichten (1855), Dantes Inferno (1861), Bürgers Münchhausen (62), Cervantes' Don Quijote (63), Miltons Paradise Lost (65), zur Bibel (65), Poes Raben und vielen weiteren. Seine große Stärke lag in unheimlichen und dramatischen Motiven und sie waren nicht nur Untermalungen sondern entscheidende Mitgestalter der Atmosphäre eines Buches. Insgesamt illustriert er weit mehr als 200 Bücher und unzählige Artikel und Kurzgeschichten.
Zum Ende seines Lebens wirft man ihm jedoch vor, zu virtuos und fast schon abartig in seiner Kunst zu werden. Poes Rabe und der Rasende Roland gehören zu seinen letzten Illustrationen, bevor er in dem Wahnsinn verfällt und schließlich 83 stirbt.
Walter Moers errichtete Doré mit seiner "Wilde(n) Reise durch die Nacht" ein weiteres Denkmal. Das unterhaltsame Buch verbindet beeindruckende Stiche zu einem phantastischen Märchen, das vielleicht wirklich in Dorés Kindheit stattfand und ihn zum Zeichner werden ließ (mit einem Zwinkern).

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10 - Farinata degli Uberti richtet sich an Dante 13 - Harpien im Wald der Suizide 17 - Aufstieg aus dem Abgrund auf dem Rücken des Greifen 18 - Virgil zeigt Dante den Shade von Thais 34 - Luzifer, König der Hölle




Rodin, Auguste(1840-1917)

!!!!! Beeindruckend empfindsame Skulpturen voll Poesie und ewigem Leben
Auguste kam am 12. November 1840 in Paris zur Welt. 1875 lernte er auf seiner Italienreise Werke von Donatello und Michelangelo kennen. Ab 1879 arbeitete er in einer Porzellanmanufaktur. Aufgrund des griechisch anmutenden Realismus seiner ersten freistehenden Bronzefigur warf man ihm vor, er hätte den Gipsabguss eines lebendigen Modells verwendet. Daraufhin schuf er die überlebensgroße Figur "Johannes der Täufer". Den Kritikern blieb kaum etwas anderes übrig, als dieses Werk als das von Rodins Händen anzuerkennen.
Sein Stil wurde zunehmend impressionistischer; er war darauf bedacht, selbst die Effekte von Licht und Schatten einzufangen und gleichzeitig tiefe Empfindungen durch seine Figuren auszudrücken - nicht zuletzt ein Grund für seine unglaubliche Bedeutung und die Schönheit seiner Werke. Der Denker (80-90), seine wohl bekannteste Arbeit und eine der am meisten reprodoziertesten Skulpturen, entstand ganz unter diesem Stern. Seine Figuren scheinen teilweise aus dem Stein zu fließen, sich aus ihm zu entwickeln und gerade im Gegensatz zum harten Stein noch lebendiger zu wirken. Wieder einmal steht Dantes Göttliche Komödie (Inferno) für ein Monumentalwerk Model: Das Höllentor, ein Bronzeportal für das Musée des Arts Décoratifs (Paris). Leider vollendete Rodin diese Arbeit nicht; die zahlreichen Studien und Einzelstücke bleiben indessen bekannt und beliebt: Der kuss, Ugolino, der Denker u. a.
Mit seiner Plastik "Die Bürger von Coalais" (95 aufgestellt), die dem Betrachter mit dringendem Nachdruck direkt in die Augen schaut, durchbrach er die denkmalgleiche Skulpturkunst. Er setzte ganz neue Maßstäbe, indem er der üblichen historischen Heroisierung entsagte. In Stein gefasst hat Auguste Rodin unter anderem Georges Clemenceau, George Bernard Shaw, Victor Hugo und Honoré de Balzacs. Auch diesen Figuren sagt man unglaubliche Lebendigkeit durch ihre Expressivität nach.
Leider musste sich Rodin zeit seines Lebens beständig mit Unverständnis und harscher Kritik an seinem Werk auseinandersetzen. Seine Akte waren zu lasziv, seine Figuren zu lebendig und entsprächen nicht dem Zeitgeist, trotzdem erkannte man Rodin im Alter als renommierten Bildhauer an. Am 17.11.1917 stirbt er in Maudon, Frankreich.
(Hauptquelle: Microsoft Encarta Enzyklopädie 98)

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Kubin, Alfred (1877-1959)

!!!!!! grotesk düstere Darstellungen aus der Alptraumwelt
Der Österreicher Kubin befasste sich neben zahlreichen Zeichnungen und Illustrierungen auch mit der Schriftstellerei. In seiner Jugend lernt er Photographie, bricht sein Kunststudium in München ab und arbeitet ab 1902 am Simplicissimus mit, wo er sich wohl der Tuschfederzeichnung verschreibt. Er geht nicht nur bis zum Düster-Phantastischen, sondern schweift gelegentlich ins Monströse ab. Charakteristisch für sein Werk wurde ein scheinbar wirres, dichtes Liniengeflecht. Ab 1909 ist er Mitglied der "Neuen Künstlervereinigung" und nimmt zusammen mit seinen Freunden Paul Klee und Franz Marc an einer Ausstellung des Blauen Reiters teil. In seinen Illustrationen widmet er sich immer wieder Eros, Alptraum und Tod. Er illustrierte mehr als 70 Bücher, z. B. E.T.A. Hoffman, E. A. Poe, Dostojewskij, Nerval und Strindberg. Schließlich avanciert er zu einem Vorläufer des Surrealismus mit den Mappenwerken Sansara, Totentanz, Vom Schreibtisch eines Zeichners und Orbis pictus.
Zu seinen eigenen (natürlich auch illustrierten Romanen) gehört Die andere Seite (1909), einem Meisterwerk der deutschen Phantastik. Er beschäftigt sich intensiv mit damals populären Themen: Endzeitvisionen und psychischen Anomalien. In seiner Symbolkraft mag er für uns leichter zu verstehen sein als H. Bosch, denn Kubin liegt "nur" an die 100 Jahre zurück, trotzdem ist es keinem Kunsthistoriker mehr möglich, sein Werk restlos zu entschlüsseln. Mit Doré gehört Kubin unbestritten zu einem der bedeutendsten düsteren Illustratoren in der Geschichte des Buchdruckes.

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Die Fledermaus Jede Nacht besucht uns ein Traum Epidemisch Aus meiner Welt Weg in die Unterwelt




Horst Bartsch (1926 - 1989)

!!!!!! Surrealistisch phantastische Alptraumbilder aus der Märchenwelt
Hinweis: Die Recherche über diesen Künstler stellte sich als recht schwierig heraus und die Angaben konnten nicht immer mit anderen Quellen verglichen werden.
Nach 4jähriger polnischer Kriegsgefangenschaft absolvierte Bartsch eine Lehre als Mahler und trat 1950 in die Hochschule für bildende und angewandte Kunst (Berlin-Weißensee) ein. 1955 - 1957 blieb er als Meisterschüler an der Akademie der Künste bei Otto Nagel. Danach arbeitete Bartsch als Künstler in Berlin. Seine Einzelausstellungen fanden u. a. in Berlin, Peking, Potsdam u. Perleberg statt.
Besonders bekannt wurde er als Buchillustrator und wurde zwölfmal im Wettbewerb "Schönste Bücher der DDR" ausgezeichnet.
Hauptquelle: http://home.arcor.de/prignitzportal/citizen/seite_bartsch_horst.htm

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Gefangener Fisch E.T.A. Hoffmann Fliegender Holländer II Der Kleine Prinz II Die Fliegende Stadt






Munch, Edvard (1863-1944)

!!!! Expressionistischer Ausdruck von Grenzgefühlen in symbolhaltiger Beklemmung
Der norwegische Maler und Graphiker Munch gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter des Expressionismus in Europa.
Schon am Anfang seiner Laufbahn erkennt man die Faszination mit dem Todesnahen: Das kranke Kind (1886) ist noch von impressionistischen Zügen geprägt, wird aber zu einem Motiv, das Munch immer wieder aufzugreifen versucht.
Seine Ausstellung 1892 im Berliner Architekturhaus musste abgebrochen werden, da die schockierende Darstellung der Grenzerfahrungen wie zum Beispiel auf Angst und Melancholie auf Unverständnis und Empörung stieß. Er spaltete damit die Berliner Künstlerszene, wobei die Berliner Sezession entstand.
Der Komplex Lebensfries enthält 22 Gemälde, unter anderem das wohl Bekannteste: Der Schrei. Der Vampir und Asche dienen ebenso der Widerspiegelung von Munch eigenen Ängsten. Er wird zum Symbol der bedrückenden Anonymität des neuen Großstadtmenschen, er verbildlicht die Erschöpfung in den leblos wirkenden Figuren und ihrer entrückten, abstrahierten Umgebung. Frauen sind fast grundsätzlich unschuldig-leidende oder aber gespenstische Vampirwesen.
1907 erleidet er einen Nervenzusammenbruch und kehrt 1909 aus Kopenhagen nach Norwegen nach. Er stirbt 1944 in Oslo. Munch selbst war von Schicksalsschlägen und Tod verfolgt und portraitiert seine eigene, einsame Psyche in seinen Selbstportraits.
Munchs Druckhandwerk blieb entscheidend für den deutschen Expressionismus.

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Verzweiflung Am Meer Pubertät Der Schrei Vampir




Dalí, Salvador
(1904-1989)

!!!! spanischer Maler, Graphiker und Kunsttheoretiker, Meister des Grotesken, des Surrealen
Dalí kam in der Provinz Gerona, Spanien zur Welt und studierte an der Kunstakademie in Madrid, wo man ihn nach drei Jahren auswies. 1929 zog er nach Paris und nach mehreren Stilexperimenten fand er im Surrealismus um André Breton seinen Weg. Dazu kam die Vertiefung der Psychoanalyse, welche ihn veranlasste, irrationale und traumartige Situationen (alltägliche Gegenstände in unerwarteter Form + Anordnung) darzustellen.
Größere Schwierigkeiten hatte das Publikum mit den religiösen Bildern des exzentrischen Malers, in welchen er religiöse Symbole profanierte und sogar mit sexuellen Anspielungen versah. 1940 zog er in die USA, brach mit dem Surrealismus (um "klassisch" zu werden) und wandte sich später wieder religiösen Themen zu.
Dalís Gemälde sind äußerst bekannt, aber auch sein graphisches Werk und der avantgardistische surrealistische Film Un Chien Andalou (1928) waren von großer Bedeutung für die Kunstentwicklung. Dazu kamen Buchillustrationen, Schmuck-, Kostüm- und Bühnenbilder, Kunsthistorische und literarische Schriften (Darunter auch eine Autobiographie).
(Hauptquelle: Microsoft(R) Encarta(R) 98 Enzyklopädie. (c) 1993-1997 Microsoft Corporation)
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Kollwitz, Käthe (1867-1945)

!!!! Expressionistische Darstellung von Kriegesopfern und Elend - hart und desillusioniert
Käthe Kollwitz kommt am 8. Juli 1867 in Königsberg zur Welt. Ihr Studium absolviert sie an einer Berliner Künstlerinnenschule (85-86) und wird maßgeblich von Max Klinger beeinflusst. Ein in München gegründeter Radierverein fördert ihre graphische Begabung (88-89).
1891 heiratet sie den Armenarzt Dr. Karl Kollwitz und wird 92 Mutter. Bereits 1893 finden soziale Missstände Ausdruck in ihren Werken, besonders beeinflusst hier durch ihren eigenen Einblick in die Umstände der Patienten ihres Mannes und die Werke von Dostojewski, Zola, Tolstoi u.a. Tief berührt von der Uraufführung von Hauptmanns Drama "Die Weber" beginnt sie ihre graphische Folge "Ein Weberaufstand". 1896 wird sie zum zweiten Mal Mutter. 1898 wird sie öffentlich mit "Ein Weberaufstand" bekannt. 1902-08 arbeitet sie an "Ein Bauernkrieg", besucht 1904 Rodin Rodin. 1908-10 zeichnet sie u. a. für den "Simplicissimus" und beginnt 1910 mit ihren plastischen Arbeiten. 1914 fällt ihr Sohn (Kriegsfreiwilliger). 1919 wird sie als erste Frau Mitglied der Preußischen Akademie der Künste und gleichzeitig Professorin. 1922-23 arbeitet sie an "Krieg". In den ersten Jahren der Weimarer Republik warnt sie mit ihren Plakaten vor neuem Krieg, wirbt für KPD, SPD und humanitäre Organisationen. 1925 erscheint die Holzschnittfolge "Proletariat". 1929 erhält Käthe Kollwitz den Orden "Pour le Mérite" der Friedensklasse der Wissenschaft und Künste. 1923 stellt man ihr Totenmal "Die Eltern" auf dem Soldatenfriedhof Roggevelde bei Dixmuiden auf.
1933 wird sie aus der Preußischen Akademie d. Künste ausgeschlossen und ihres Amtes enthoben, da sie den "Dringenden Appell" (Aufbau einer Arbeiterfront gegen den Nationalsozialismus) unterzeichnet.1934/35 erscheint die Folge zum Thema "Tod". 1936 erhält sie durch die Entfernung ihrer Werke aus der Berliner Akademieausstellung ein indirektes Ausstellungsverbot. 1940 stirbt ihr Mann. 1942 ihr Enkel fällt. Sie wird 1943 aus Berlin nach Nordhausen evakuiert. Im November werden viele ihrer Arbeiten beim Bombardement ihres Ateliers und ihrer Wohnung zerstört. Am 22.04.1945 stirbt sie, ein paar Tage vor Kriegsende.

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Eltern Tod und Frau Losbruch Schlachtfeld Schlafendes Kind und Kinderkopf


Royo, Luis "VAILANT" - (1954 - )
!!!!!(meist)wunderschöne Frauen in düsterem Fetishambiente, dark - cyber, bio, fantasy...
1954 wurde Luis Royo in Spanien geboren. Er studiert in Zaragoza technische Zeichnungen, Malerei, Deko und Innengestaltung. In den 70ern arbeitet er in Design-Studius und entwickelt seinen Stil. Zunächst ist er als Maler, Comiczeichner und Designer tätig, ab 1983 illustriert er und avanciert zu einem der anerkanntesten Illustratoren für Verlage in Spanien, den USA, England, Schweden und vielen anderen Ländern. Ab 1990 veröffentlicht er Exklusiv- und Auftragsarbeiten in Büchern.
Royos Arbeiten kann man heute in/auf Videospielen, Zeitschriften, Kalendern, Postern, T-Shirts, CD-Covern, Mouse-Pads... erhalten

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Evolution 11 Greek Mask Prohibition 2 Secrets




Giger
Hansruedi, (1940 - )


!!!!!!Alptraumhafte Biochemie Horrorwelt ("Alien")
Giger wurde 1940 in der Schweiz geboren. Nach seinem Abschluss arbeitet er als Möbeldesigner und arbeitet nebenbei an seiner ersten Ausstellung (Zürich). 1975 nimmt sich Gigers Lebensgefährtin Li das Leben. Giger lernt Salvador Dalí kennen und über ihn Regisseur Jadorowski, welcher ihm den Auftrag für den Entwurf der Welt der Harkonnen in "Dune" gibt. Es entstehen einige Tuschzeichnungen, der Film wird aber nicht gedreht. Er beginnt mit der Mitarbeit an "Alien". 1980 erhält Alien einen "Oskar" für die besten visuellen Effekte. 1985 verpflichtet man ihn für Poltergeist II, ist aber selbst von Story und Umsetzung seiner Ideen enttäuscht. Die Arbeit an "Alien II" beginnt. Das Buch "Necronomicon I" und "Alien" werden ins Japanische übersetzt. 1990 wird an Alien III gearbeitet, Giger entwirft Möbel für seine Bar in Chur und realisiert nun auch einen eigenen Film: The Mistery Of San Gottardo. 1992 beschäftigt sich Giger seinen Zodiacbrunnen, er entwirft bringt zusammen mit Akron ein Tarot heraus, das in seiner nun eröffneten Bar vorgestellt wird. Bis zum Ende des Jahres 2000 besuchten über eine Million Menschen die Homepage des Künstlers...

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Marsden, Simon Photograph (i.A.)

!!!!!!Sinnliche Geistersuche in mystisch, stillen S/W Photographien

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Bolton, John
!!!!! Sinnlich bis sehr erotische Vampirbilder
(Dieser Künstler erscheint hier auf Anregungen von H. Danke!)
Die folgende, etwas andere (und nicht sehr wissenschaftliche) Biographie ist fast wörtlich der offiziellen John Bolton Seite entnommen und wurde von Gabriel ins Deutsche übersetzt.
John Bolton war sieben, als er das erste Mal auf einen Pinsel traf. Es war Liebe auf den ersten Blick. Wie auch immer, ein Jahr danach verlor John Bolten in einem absonderlichen, völlig erdachten Unfall seine rechte Hand auf tragische Weise. Dank Fortschritten in moderner Wissenschaft und mit einigem Glück konnte er seinen Pinsel anstelle seiner verlorenen Hand assimilieren. Diese frühe Erfahrung beeinflusste den jungen Mann auf dramatische Weise und öffnete ihm einen Weg, das zu visualisieren, was er in seinen Gedanken sah. So begann eine Lebenslange Leidenschaft für seine Kreativität, mit unzähligen Einflüssen von einer großen Anzahl von Quellen, die alle einen gemeinsamen Nenner haben: Das Interessante und das Bizarre.
Auf der Kunstschule kitzelte er die Grenzen momentaner Tabus zu neuen Grenzen aus und sorgte dafür, dass seine Arbeiten von Sammeln sehr begehrt wurden. Seitdem hat John Bolten mit einigen besonders namhaften Firmen zusammengearbeitet, um ein Portfolio von seiner spektakulären Arbeit zusammenzustellen. Er hat Aufträge von fast jedem größeren Comicherausgeber erhalten und besitzt seinen eigenen internationalen Fanclub und sein eigenes Magazin.
Das Schicksal meint es nicht gut mit ihm: Kürzlich verlor er seine linke Hand durch einen genauso tragischen und erfunden Unfall. Wieder mit den Errungenschaften moderner Technologie, konnte John ein neues Kreativ-Werkzeug an den blutigen Stumpf anschweißen - eine Maus, die mit der neusten Computerausstattung verbunden ist. Die Grenze des kreativen, technologischen Zeitgeistes austestend, sitzt John Bolton immer noch in seinem dunklen und surrealen Studio in London, wo er plant, seine übriggebliebenen Gliedmaßen langsam mit neuen Werkzeugen zu ersetzen, um seine Kunst noch weiter ins neue Jahrtausend zu bringen.
Copyright 2003 John Bolton
Translation: Gabriel
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