20. Jh.


| Kubin, A. | Munch, E. | Dalí | Kollwitz, K. |
| Bartsch, H. | Royo, L | Marsden, Simon( i.A. ) | Giger, H. | Bolton, J. |



Kubin, Alfred (1877-1959)

!!!!!! grotesk düstere Darstellungen aus der Alptraumwelt
Der Österreicher Kubin befasste sich neben zahlreichen Zeichnungen und Illustrierungen auch mit der Schriftstellerei. In seiner Jugend lernt er Photographie, bricht sein Kunststudium in München ab und arbeitet ab 1902 am Simplicissimus mit, wo er sich wohl der Tuschfederzeichnung verschreibt. Er geht nicht nur bis zum Düster-Phantastischen, sondern schweift gelegentlich ins Monströse ab. Charakteristisch für sein Werk wurde ein scheinbar wirres, dichtes Liniengeflecht. Ab 1909 ist er Mitglied der "Neuen Künstlervereinigung" und nimmt zusammen mit seinen Freunden Paul Klee und Franz Marc an einer Ausstellung des Blauen Reiters teil. In seinen Illustrationen widmet er sich immer wieder Eros, Alptraum und Tod. Er illustrierte mehr als 70 Bücher, z. B. E.T.A. Hoffman, E. A. Poe, Dostojewskij, Nerval und Strindberg. Schließlich avanciert er zu einem Vorläufer des Surrealismus mit den Mappenwerken Sansara, Totentanz, Vom Schreibtisch eines Zeichners und Orbis pictus.
Zu seinen eigenen (natürlich auch illustrierten Romanen) gehört Die andere Seite (1909), einem Meisterwerk der deutschen Phantastik. Er beschäftigt sich intensiv mit damals populären Themen: Endzeitvisionen und psychischen Anomalien. In seiner Symbolkraft mag er für uns leichter zu verstehen sein als H. Bosch, denn Kubin liegt "nur" an die 100 Jahre zurück, trotzdem ist es keinem Kunsthistoriker mehr möglich, sein Werk restlos zu entschlüsseln. Mit Doré gehört Kubin unbestritten zu einem der bedeutendsten düsteren Illustratoren in der Geschichte des Buchdruckes.

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Die Fledermaus Jede Nacht besucht uns ein Traum Epidemisch Aus meiner Welt Weg in die Unterwelt




Horst Bartsch (1926 - 1989)

!!!!!! Surrealistisch phantastische Alptraumbilder aus der Märchenwelt
Hinweis: Die Recherche über diesen Künstler stellte sich als recht schwierig heraus und die Angaben konnten nicht immer mit anderen Quellen verglichen werden.
Nach 4jähriger polnischer Kriegsgefangenschaft absolvierte Bartsch eine Lehre als Mahler und trat 1950 in die Hochschule für bildende und angewandte Kunst (Berlin-Weißensee) ein. 1955 - 1957 blieb er als Meisterschüler an der Akademie der Künste bei Otto Nagel. Danach arbeitete Bartsch als Künstler in Berlin. Seine Einzelausstellungen fanden u. a. in Berlin, Peking, Potsdam u. Perleberg statt.
Besonders bekannt wurde er als Buchillustrator und wurde zwölfmal im Wettbewerb "Schönste Bücher der DDR" ausgezeichnet.
Hauptquelle: http://home.arcor.de/prignitzportal/citizen/seite_bartsch_horst.htm

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Gefangener Fisch E.T.A. Hoffmann Fliegender Holländer II Der Kleine Prinz II Die Fliegende Stadt






Munch, Edvard (1863-1944)

!!!! Expressionistischer Ausdruck von Grenzgefühlen in symbolhaltiger Beklemmung
Der norwegische Maler und Graphiker Munch gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter des Expressionismus in Europa.
Schon am Anfang seiner Laufbahn erkennt man die Faszination mit dem Todesnahen: Das kranke Kind (1886) ist noch von impressionistischen Zügen geprägt, wird aber zu einem Motiv, das Munch immer wieder aufzugreifen versucht.
Seine Ausstellung 1892 im Berliner Architekturhaus musste abgebrochen werden, da die schockierende Darstellung der Grenzerfahrungen wie zum Beispiel auf Angst und Melancholie auf Unverständnis und Empörung stieß. Er spaltete damit die Berliner Künstlerszene, wobei die Berliner Sezession entstand.
Der Komplex Lebensfries enthält 22 Gemälde, unter anderem das wohl Bekannteste: Der Schrei. Der Vampir und Asche dienen ebenso der Widerspiegelung von Munch eigenen Ängsten. Er wird zum Symbol der bedrückenden Anonymität des neuen Großstadtmenschen, er verbildlicht die Erschöpfung in den leblos wirkenden Figuren und ihrer entrückten, abstrahierten Umgebung. Frauen sind fast grundsätzlich unschuldig-leidende oder aber gespenstische Vampirwesen.
1907 erleidet er einen Nervenzusammenbruch und kehrt 1909 aus Kopenhagen nach Norwegen nach. Er stirbt 1944 in Oslo. Munch selbst war von Schicksalsschlägen und Tod verfolgt und portraitiert seine eigene, einsame Psyche in seinen Selbstportraits.
Munchs Druckhandwerk blieb entscheidend für den deutschen Expressionismus.

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Verzweiflung Am Meer Pubertät Der Schrei Vampir




Dalí, Salvador
(1904-1989)

!!!! spanischer Maler, Graphiker und Kunsttheoretiker, Meister des Grotesken, des Surrealen
Dalí kam in der Provinz Gerona, Spanien zur Welt und studierte an der Kunstakademie in Madrid, wo man ihn nach drei Jahren auswies. 1929 zog er nach Paris und nach mehreren Stilexperimenten fand er im Surrealismus um André Breton seinen Weg. Dazu kam die Vertiefung der Psychoanalyse, welche ihn veranlasste, irrationale und traumartige Situationen (alltägliche Gegenstände in unerwarteter Form + Anordnung) darzustellen.
Größere Schwierigkeiten hatte das Publikum mit den religiösen Bildern des exzentrischen Malers, in welchen er religiöse Symbole profanierte und sogar mit sexuellen Anspielungen versah. 1940 zog er in die USA, brach mit dem Surrealismus (um "klassisch" zu werden) und wandte sich später wieder religiösen Themen zu.
Dalís Gemälde sind äußerst bekannt, aber auch sein graphisches Werk und der avantgardistische surrealistische Film Un Chien Andalou (1928) waren von großer Bedeutung für die Kunstentwicklung. Dazu kamen Buchillustrationen, Schmuck-, Kostüm- und Bühnenbilder, Kunsthistorische und literarische Schriften (Darunter auch eine Autobiographie).
(Hauptquelle: Microsoft(R) Encarta(R) 98 Enzyklopädie. (c) 1993-1997 Microsoft Corporation)
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Kollwitz, Käthe (1867-1945)

!!!! Expressionistische Darstellung von Kriegesopfern und Elend - hart und desillusioniert
Käthe Kollwitz kommt am 8. Juli 1867 in Königsberg zur Welt. Ihr Studium absolviert sie an einer Berliner Künstlerinnenschule (85-86) und wird maßgeblich von Max Klinger beeinflusst. Ein in München gegründeter Radierverein fördert ihre graphische Begabung (88-89).
1891 heiratet sie den Armenarzt Dr. Karl Kollwitz und wird 92 Mutter. Bereits 1893 finden soziale Missstände Ausdruck in ihren Werken, besonders beeinflusst hier durch ihren eigenen Einblick in die Umstände der Patienten ihres Mannes und die Werke von Dostojewski, Zola, Tolstoi u.a. Tief berührt von der Uraufführung von Hauptmanns Drama "Die Weber" beginnt sie ihre graphische Folge "Ein Weberaufstand". 1896 wird sie zum zweiten Mal Mutter. 1898 wird sie öffentlich mit "Ein Weberaufstand" bekannt. 1902-08 arbeitet sie an "Ein Bauernkrieg", besucht 1904 Rodin Rodin. 1908-10 zeichnet sie u. a. für den "Simplicissimus" und beginnt 1910 mit ihren plastischen Arbeiten. 1914 fällt ihr Sohn (Kriegsfreiwilliger). 1919 wird sie als erste Frau Mitglied der Preußischen Akademie der Künste und gleichzeitig Professorin. 1922-23 arbeitet sie an "Krieg". In den ersten Jahren der Weimarer Republik warnt sie mit ihren Plakaten vor neuem Krieg, wirbt für KPD, SPD und humanitäre Organisationen. 1925 erscheint die Holzschnittfolge "Proletariat". 1929 erhält Käthe Kollwitz den Orden "Pour le Mérite" der Friedensklasse der Wissenschaft und Künste. 1923 stellt man ihr Totenmal "Die Eltern" auf dem Soldatenfriedhof Roggevelde bei Dixmuiden auf.
1933 wird sie aus der Preußischen Akademie d. Künste ausgeschlossen und ihres Amtes enthoben, da sie den "Dringenden Appell" (Aufbau einer Arbeiterfront gegen den Nationalsozialismus) unterzeichnet.1934/35 erscheint die Folge zum Thema "Tod". 1936 erhält sie durch die Entfernung ihrer Werke aus der Berliner Akademieausstellung ein indirektes Ausstellungsverbot. 1940 stirbt ihr Mann. 1942 ihr Enkel fällt. Sie wird 1943 aus Berlin nach Nordhausen evakuiert. Im November werden viele ihrer Arbeiten beim Bombardement ihres Ateliers und ihrer Wohnung zerstört. Am 22.04.1945 stirbt sie, ein paar Tage vor Kriegsende.

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Eltern Tod und Frau Losbruch Schlachtfeld Schlafendes Kind und Kinderkopf


Royo, Luis "VAILANT" - (1954 - )
!!!!!(meist)wunderschöne Frauen in düsterem Fetishambiente, dark - cyber, bio, fantasy...
1954 wurde Luis Royo in Spanien geboren. Er studiert in Zaragoza technische Zeichnungen, Malerei, Deko und Innengestaltung. In den 70ern arbeitet er in Design-Studius und entwickelt seinen Stil. Zunächst ist er als Maler, Comiczeichner und Designer tätig, ab 1983 illustriert er und avanciert zu einem der anerkanntesten Illustratoren für Verlage in Spanien, den USA, England, Schweden und vielen anderen Ländern. Ab 1990 veröffentlicht er Exklusiv- und Auftragsarbeiten in Büchern.
Royos Arbeiten kann man heute in/auf Videospielen, Zeitschriften, Kalendern, Postern, T-Shirts, CD-Covern, Mouse-Pads... erhalten

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Evolution 11 Greek Mask Prohibition 2 Secrets




Giger
Hansruedi, (1940 - )


!!!!!!Alptraumhafte Biochemie Horrorwelt ("Alien")
Giger wurde 1940 in der Schweiz geboren. Nach seinem Abschluss arbeitet er als Möbeldesigner und arbeitet nebenbei an seiner ersten Ausstellung (Zürich). 1975 nimmt sich Gigers Lebensgefährtin Li das Leben. Giger lernt Salvador Dalí kennen und über ihn Regisseur Jadorowski, welcher ihm den Auftrag für den Entwurf der Welt der Harkonnen in "Dune" gibt. Es entstehen einige Tuschzeichnungen, der Film wird aber nicht gedreht. Er beginnt mit der Mitarbeit an "Alien". 1980 erhält Alien einen "Oskar" für die besten visuellen Effekte. 1985 verpflichtet man ihn für Poltergeist II, ist aber selbst von Story und Umsetzung seiner Ideen enttäuscht. Die Arbeit an "Alien II" beginnt. Das Buch "Necronomicon I" und "Alien" werden ins Japanische übersetzt. 1990 wird an Alien III gearbeitet, Giger entwirft Möbel für seine Bar in Chur und realisiert nun auch einen eigenen Film: The Mistery Of San Gottardo. 1992 beschäftigt sich Giger seinen Zodiacbrunnen, er entwirft bringt zusammen mit Akron ein Tarot heraus, das in seiner nun eröffneten Bar vorgestellt wird. Bis zum Ende des Jahres 2000 besuchten über eine Million Menschen die Homepage des Künstlers...

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Marsden, Simon Photograph (i.A.)

!!!!!!Sinnliche Geistersuche in mystisch, stillen S/W Photographien

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Bolton, John
!!!!! Sinnlich bis sehr erotische Vampirbilder
(Dieser Künstler erscheint hier auf Anregungen von H. Danke!)
Die folgende, etwas andere (und nicht sehr wissenschaftliche) Biographie ist fast wörtlich der offiziellen John Bolton Seite entnommen und wurde von Gabriel ins Deutsche übersetzt.
John Bolton war sieben, als er das erste Mal auf einen Pinsel traf. Es war Liebe auf den ersten Blick. Wie auch immer, ein Jahr danach verlor John Bolten in einem absonderlichen, völlig erdachten Unfall seine rechte Hand auf tragische Weise. Dank Fortschritten in moderner Wissenschaft und mit einigem Glück konnte er seinen Pinsel anstelle seiner verlorenen Hand assimilieren. Diese frühe Erfahrung beeinflusste den jungen Mann auf dramatische Weise und öffnete ihm einen Weg, das zu visualisieren, was er in seinen Gedanken sah. So begann eine Lebenslange Leidenschaft für seine Kreativität, mit unzähligen Einflüssen von einer großen Anzahl von Quellen, die alle einen gemeinsamen Nenner haben: Das Interessante und das Bizarre.
Auf der Kunstschule kitzelte er die Grenzen momentaner Tabus zu neuen Grenzen aus und sorgte dafür, dass seine Arbeiten von Sammeln sehr begehrt wurden. Seitdem hat John Bolten mit einigen besonders namhaften Firmen zusammengearbeitet, um ein Portfolio von seiner spektakulären Arbeit zusammenzustellen. Er hat Aufträge von fast jedem größeren Comicherausgeber erhalten und besitzt seinen eigenen internationalen Fanclub und sein eigenes Magazin.
Das Schicksal meint es nicht gut mit ihm: Kürzlich verlor er seine linke Hand durch einen genauso tragischen und erfunden Unfall. Wieder mit den Errungenschaften moderner Technologie, konnte John ein neues Kreativ-Werkzeug an den blutigen Stumpf anschweißen - eine Maus, die mit der neusten Computerausstattung verbunden ist. Die Grenze des kreativen, technologischen Zeitgeistes austestend, sitzt John Bolton immer noch in seinem dunklen und surrealen Studio in London, wo er plant, seine übriggebliebenen Gliedmaßen langsam mit neuen Werkzeugen zu ersetzen, um seine Kunst noch weiter ins neue Jahrtausend zu bringen.
Copyright 2003 John Bolton
Translation: Gabriel
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